Hartbert. vor 1102-1122/25

Geweiht von Erzbischof Hartwig vor 1102 Juni 17 (Gesta archiepp.: Magd. MGH. SS. XIV 406). 1107 erscheint er als Weihbischof in der Mainzer Diözese, als welcher er eine Kirche zu Medenbach im Taunus weiht (Sauer, Nassau. UB. I 88 Nr. 155), 1108 Aug. 8 Zeuge in einer zu Hildesheim ausgestellten Urkunde (UB. d. Hochst. Hildesheim I 152 Nr. 166). Ungefähr gleichzeitig ruft er gemeinsam mit den Bischöfen der magdeb. Kirchenprovinz und den weltlichen Herren Ostsachsens zu einem gemein-

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samen Kreuzzuge gegen die Wenden auf (N. Arch. VII [1882] 624-626). Bald darauf unternimmt er von sich aus persönlich den ersten Missionsversuch und baut (c. 1109-1111) die Holzkirche in Leitzkau. 1112 ist er wieder als Weihbischof in Mitteldeutschland tätig, wo er Sept. 8 ein Oratorium im Kloster Herrenbreitungen weiht (Dobenecker, Regg. hist. Thuring. I 229 Nr. 1084). Darauf setzt der Bischof das begonnene Missionswerk in seiner Diözese fort und baut etwa 1113-1114 die Steinkirche zu Leitzkau (s. Curschmanns Interpretation der Urk. v. 1114, Diöz. Brand. 74 f.). Im Juni 1119 nimmt er teil an dem Begräbnis des Erzbischofs Adelgoz (Gesta archiepp. Magd. MGH. SS. XIV 410), Febr. (?) 1122 erscheint er am kaiserlichen Hofe Heinrichs V. in Würzburg (Mon. Boica XXIX 1, 242, St. 3172). Später begegnet er nicht mehr. Das Datum seines Todes ist unbekannt.

In: Abb, Gustav /Wentz, Gottfried, Das Bistum Brandenburg 1 (Germania Sacra A. F. Abt. 1), Berlin 1929, S. 23-24.


Detailinformationen im Digitalen Personenregister der Germania Sacra: „Hartbert“ (GSN: 002-01465-001), in: Germania Sacra, http://personendatenbank.germania-sacra.de/index/gsn/002-01465-001 (Abgerufen: 28.04.2015).


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